Schulbildung und sichere Unterkünfte für Waisenkinder der Batwa-Gemeinschaften
Die Batwa gehören zu den ältesten Völkern Afrikas. In ihrem Alltag sind die Batwa als indigene Minderheit jedoch permanent starker Ausgrenzung und Diskriminierung ausgesetzt. Ihnen wir die Behandlung in Krankenhäusern verwehrt, die Kinder werden in der Schule benachteiligt und die meisten Erwachsenen finden keine geregelte Arbeit.
Durch die soziale und wirtschaftliche Ausgrenzung führen die Batwa-Gemeinschaften ein Leben in großer Armut.
Zusammen mit LocalKID, unserem Projektpartner vor Ort, engagieren wir uns, die Lebenssituation der Batwa-Gemeinschaften im Landkreis Kisoro im Südwesten Ugandas zu verbessern. Konkret wollen wir den Bau von vier Klassenräumen für 150 weitere Schulkinder sowie sechs Schlafunterkünften für 50 Waisenkinder fördern. Hierdurch leisten wir einen direkten Beitrag, dass Waisenkinder von Batwa-Gemeinschaften eine bessere Schulbildung erhalten und in geschützten Schlafunterkünften leben können.
Hierfür benötigen wir Spendengelder in Höhe von insgesamt 20.000 Euro. Diese teilen sich wie folgt auf:
Bau von vier Klassenräumen für 150 weitere Schulkinder
4.600 Euro*
Bau von sechs kleinen Häusern mit Schlafplätzen für 50 Waisenkinder
13.400 Euro*
Anschluss an das öffentliche Stromnetz
1.700 Euro*
Lokale Verwaltungs- und Planungskosten
300 Euro*
Bitte spenden Sie! Denn mit Ihrer Spende ermöglichen Sie besonders benachteiligten und armen Waisenkindern den Zugang zu Schulbildung und zu sicheren Schlafunterkünften.
Herzlichen Dank!
Das Leben der Batwa
Die indigene Minderheit der Batwa zählt in Uganda geschätzt rund 4.000 Menschen. Die meisten Gemeinschaften leben im Landkreis Kisoro im Südwesten Ugandas. Die Batwas zählen zu den ältesten indigenen Völkern Afrikas. Sie lebten ursprünglich als Jäger- und Sammler in den Wäldern rund um Bwindi, Mgahinga und Echuya. Mit der Umwandlung dieser Gebiete in Nationalparks Anfang der 1990er Jahre wurden viele Batwa jedoch ohne ausreichende Entschädigung oder Unterstützung umgesiedelt. In der Folge verloren die Batwa ihre traditionelle Lebensgrundlage sowie den Zugang zu Land und ihren kulturellen Wurzeln.
Heute gehören die Batwa zu den stark gefährdeten Minderheiten in Uganda. Vorurteile der Mehrheitsgesellschaft schränken ihre Teilhabe am sozialen und wirtschaftlichen Leben stark ein. Zentrale Menschenrechte wie zum Beispiel der Zugang zu Bildung und Arbeit oder die Gleichheit vor dem Gesetz sind den Batwa verwehrt.
In der Folge führen die meisten Batwa ein Leben in großer Armut. Wenn überhaupt verdienen sie etwas Geld als Tagelöhner. Kinderarbeit und Prostitution sind weit verbreitet. Viele Familien sind durch häusliche Gewalt, Alkohol- und Drogenabhängigkeiten zerrüttet. Besonders Leidtragende sind die Kinder, von denen viele auf der Straße leben, um der familiären Situation zu entfliehen oder deren Eltern bereits verstorben sind.
Der Projektpartner
Die lokale Partnerorganisation „LocalKID“ engagiert sich seit 2018 für die Batwa-Gemeinschaften im Landkreis Kisoro im Südwesten Ugandas. LocalKID gehört damit zu einer der wenigen Organisationen, die sich dauerhaft für das Leben der Batwa in Uganda einsetzt.
Ein zentrales Projekt von LocalKID ist der Aufbau eines Zentrums, in dem Kinder und Eltern von Batwa-Familien Zugang zu Bildung, Berufsförderung, Gesundheit, sicherem Wohnen und kulturellen Werten der Batwa-Kultur haben.
LocalKID betreibt auf dem eigenen Grundstück im Landkreis Kisoro aktuell eine Grundschule für rund 150 Kinder. Als weitere Aktivitäten bietet LocalKID unter anderem für Eltern der Schulkinder Workshops in den Bereichen Schneiderei, Friseur, Schuhreparatur und Landwirtschaft an, damit sie selber künftig ihr eigenes Geld verdienen können. Zudem organisiert LocalKID medizinische und psychologische Behandlungen für die Schulkinder, unterstützt die Batwa-Gemeinschaften, ihre kulturellen Traditionen zu pflegen und stellt Schlafplätze für Waisenkinder der Batwa zur Verfügung. Allerdings muss LocalkID hierfür derzeit noch Räumlichkeiten in der Umgebung des Zentrums anmieten, da eigene Unterkünfte fehlen.
Das anstehende Projekt bietet die Chance, das Bildungs- und Kulturzentrum von LocalKID nachhaltig zu stärken. Durch den Bau von vier weiteren Klassenräumen kann die Schülerzahl von aktuell 150 auf perspektivisch etwa 300 verdoppelt werden. Der Bau von Schlafunterkünften auf dem Grundstück bietet zudem zwei große Vorteile: zum einen können statt derzeit 35 künftig 50 Waisenkinder dauerhaft betreut werden. Zum anderen entfallen für LocalKID die hohen Kosten, die aktuell für die Anmietung von Schlafplätzen in der näheren Umgebung des Zentrums entstehen.