Aktion Casa – für ein Zuhause in Ecuador

Schutz und Perspektiven für gefährdete Familien in den Anden

Armut, Alter und Krankheit prägen das Leben vieler Menschen in den Westanden Ecuadors. Zunehmende starke Wetterschwankungen zerstören Ernten, Hunger wächst, und baufällige Häuser können jederzeit zu einer Todesfalle werden.

 

60 Familien benötigen ein neues Zuhause, das widerstandsfähig gegen Wetterextreme ist. Für bessere Lebensbedingungen der Menschen sind Maßnahmen in den Bereichen Katastrophenschutz, Ernährung, Bildung und Einkommen geplant.

Hierfür benötigt die DESWOS Spenden in Höhe von rund 166.300 Euro. *

Sanierung und Erweiterung von 60 Wohngebäuden, zu je:

     1.660 Euro*


Bau und Sanierung von 30 sanitären Anlagen, zu je:

       500 Euro*


Errichtung von 2 Regenwasserauffangbecken, zu je

     1.912 Euro*


Schulungen in Katastrophenschutz, sicheren Bauweisen, nachhaltiger Landwirtschaft und Tourismus:

  14.290 Euro*


*Dies ist der Anteil der DESWOS von 25 Prozent; 75 Prozent werden vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) kofinanziert.

Helfen Sie mit! Mit Ihrer Spende schaffen Sie sichere Häuser, gesunde Lebensbedingungen und Zukunftsperspektiven - insbesondere für ältere Menschen, Kinder und Menschen mit Behinderungen, die in extremer Armut leben. Vielen Dank!

Machen Sie mit bei der Aktion Casa und setzen Sie Ihren Baustein für ein Zuhause in Ecuador.

Weitere Informationen:

Die beiden Landkreise Matus und Bayushing waren in den letzten Jahren wiederholt von den Auswirkungen der pazifischen Wetterphänomene El Niño und La Niña betroffen, die Klima-Anomalien rund um den Globus verursachen. El Niño bringt ungewöhnlich warmes Meerwasser und führt in Ecuador häufig zu Starkregen, Überschwemmungen und Erdrutschen. La Niña verursacht kühlere Meere und oft extreme Trockenheit oder Kälte. Beides hat negative Folgen für die Landwirtschaft und Lebensgrundlagen der Bevölkerung.

 

Katastrophenschutz und Resilienz 
Über drei Jahre werden Schulungen für die Bevölkerung gemeinsam mit lokalen Katastrophenschutzkomitees durchgeführt. Ziel ist es, das Wissen der Menschen zu El Niño und La Niña sowie zu klimabedingten Risiken zu stärken. Die Teilnehmenden identifizieren und bewerten gemeinsam Risiken in ihrem Lebensumfeld und erstellen Risikokarten, die öffentlich zugänglich gemacht werden. Sie entwickeln Notfall- und Präventionspläne, um so bestehende und zukünftiger Gefahren zu verringern. Hänge werden terrassiert und wiederaufgeforstet. Dadurch lassen sich Erdrutsche und Überschwemmungen verhindern. 

 

Sanierung/Bau von 60 Wohneinheiten und 30 Sanitäranlagen 
Geplant ist die Sanierung und Erweiterung von Katastrophen resistenten Häusern für 60 Familien, sowie die Errichtung von adäquaten Sanitäranlagen für 30 Familien.  Das Haus soll ein Zuhause für die Familien sein und dauerhaften Schutz vor ungünstigen Wetterbedingungen oder seismischen Aktivitäten bieten. Das neue Zuhause bietet einen minimalen Komfort und erlaubt ein geordnetes Familienleben mit geschützten Intimsphären.

 

Formelle duale Ausbildung von Maurern
Es gibt keine formelle Ausbildung zum:r Maurer:in in der Region und der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften ist enorm. Die Ausbildung steht allen offen, die Interesse zeigen und bestrebt sind ihre Lebensverhältnisse zu verbessern. Es sollen 
dennoch insbesondere auch Frauen dazu ermutigt werden, sich für die Ausbildung zu bewerben.

Die Auszubildenden können ihr erworbenes Wissen direkt auf den Baustellen des Projektes 

anwenden. Sie verbessern nachhaltig die Qualität im Bauhandwerk der Region.

Nachhaltiger Tourismus
Kleinunternehmer:innen und Anbieter:innen von Tourismusdienstleistungen werden mit Unterstützung von Fachpersonal des Tourismusministeriums gezielt weiterqualifiziert. Die Schulungen umfassen unter anderem Gastronomie und Service, Agrotourismus, Weiterverarbeitung und Vermarktung agrarökologischer Produkte, Marketing sowie die Nutzung sozialer Medien. Das Angebot steht allen Interessierten offen, die ihre wirtschaftliche Situation verbessern und zur lokalen Entwicklung beitragen möchten. Frauen und junge Menschen werden dabei besonders angesprochen. Ergänzend entstehen touristische Rundwege und Aussichtspunkte aus umweltfreundlichen Materialien, die gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung geplant und umgesetzt werden. Bereits ausgebildete lokale Touristenführer:innen erhalten weiterführende Qualifizierungen in virtuellen Formaten. Zudem werden Interessierte bei der Entwicklung touristischer Kleinunternehmen beraten und über zugängliche Finanzierungsmöglichkeiten informiert.

Nachhaltige Landwirtschaft
Kleinbäuerinnen und Kleinbauern werden von Fachpersonal des Landwirtschaftsministeriums in agrarökologischen Anbaumethoden geschult. Dabei geht es um natürliche Düngung und Schädlingsbekämpfung, nachhaltige Wasser- und Bodenbewirtschaftung sowie um die Anpassung an die Klimakrise. Ergänzend werden Familien zu ausgewogener Ernährung und zu Hausgärten beraten und zum Erfahrungsaustausch ermutigt. Produzierende Haushalte erhalten Unterstützung beim Erwerb eines regionalen Gütesiegels, das Herkunft, Qualität und Vermarktung kleinbäuerlicher Produkte stärkt. Gemeinsam mit lokalen Wasserkomitees werden Bewässerungssysteme analysiert, organisatorisch verbessert und klimaangepasst weiterentwickelt. Zusätzlich werden Maßnahmen zum Schutz von Wasserquellen sowie Schulungen zur effizienten Wassernutzung umgesetzt.