Wo Musik, Tanz und Theater Hoffnung in das Leben junger Geflüchteter bringen
Das Leben für die rund 250.000 Menschen in der Flüchtlingssiedlung Kakuma ist hart. Nicht nur das extrem heiße und trockene Klima setzt den Menschen zu. Die meisten der Geflüchteten leben auch nach Jahren immer noch in einfachen und behelfsmäßigen Unterkünften. Die Möglichkeiten, eine Arbeit zu finden und Geld zu verdienen sind sehr begrenzt. Vor allem für die vielen jungen Menschen bietet das Leben in der Flüchtlingssiedlung kaum Perspektiven und Hoffnung.
Eine der Ausnahmen und wenigen Hoffnungsträger in Kakuma ist das „Arts and Cultural Centre“, das die lokale Nichtregierungsorganisation „PhotoFilmforChange“ vor wenigen Jahren ins Leben gerufen hat. Das Ziel von „PhotoFilmforChange“ ist es, gerade jungen Menschen einen Ort zu geben, an dem sie ihre vielfältigen Talente, sei es als Sänger, Musiker, Tänzer, Schauspieler oder Fotograf, entfalten können. Denn gerade Kunst hat das Potenzial, Menschen Hoffnung zu geben und das Selbstwertgefühl zu stärken.
Gemeinsam mit unserem Projektpartner haben wir uns zum Ziel gesetzt, das Kulturzentrum als kreativen Ort für junge Menschen zu stärken. Hierfür benötigen wir Spenden in Höhe von 9.000 Euro. Sie teilen sich wie folgt auf:
Musikinstrumente (z.B. Schlagzeug, Gitarren, Keyboard)
3.000 Euro
Technisches Equipment (z.B. Mischpult, Lautsprecher, Mikrophone)
Ausstattung des Proberaums mit Schalldämmung
4.000 Euro
1.100 Euro
130 Stühle für Zuschauerinnen und Zuschauer
900 Euro
Wir bitten Sie um Ihre Spende. Denn Ihre Spende hilft, jungen, geflüchteten Menschen Hoffnung auf ein glücklicheres Leben zu geben. Herzlichen Dank!
Das Leben in Kakuma
Kakuma ist eine der größten und ältesten Flüchtlingssiedlungen der Welt. Viele der mittlerweile rund 250.000 Menschen leben seit über drei Jahrzehnten in Kakuma im Nordwesten Kenias. Die ersten kamen 1992 vor allem aus Äthiopien und Somalia. Auch heute suchen viele weitere Menschen Schutz in Kakuma, in den letzten Jahren vermehrt aus dem Südsudan und d em Kongo. Kriege, Gewalt und im zunehmenden Maße Dürren sind Haupttreiber für die Geflüchteten, ihre Heimat zu verlassen.
Die Lebensbedingungen sind für die Menschen in der Flüchtlingssiedlung sehr entbehrungsreich. Dies liegt nicht nur an dem extrem heißen und trockenen Klima. So liegen die Temperaturen im Jahresverlauf zumeist zwischen 35 und 40 Grad Celsius und Regen fällt nur wenig. Auch die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten durch nationale und internationale Organisationen wie UNHCR wird angesichts der zunehmenden Budgetkürzungen bisheriger Geldgeber immer schwieriger. Die Möglichkeiten der Menschen, eine Schule zu besuchen, eine Berufsausbildung zu machen, eine Gesundheitseinrichtung aufzusuchen und durch eigene Hände Arbeit Geld zu verdienen, sind begrenzt.
Die meisten der Menschen in Kakuma leben unter der Armutsgrenze. Ihre Perspektiven auf ein selbst bestimmtes Leben sind sehr gering.
Der Projektpartner
„PhotoFilmforChange“ ist eine junge Organisation, die 2023 von Jugendlichen in der Flüchtlingssiedlung gegründet wurde. Ziel von „PhotoFilmforChange“ ist es, mit dem Kulturzentrum einen Ort inmitten der Flüchtlingssiedlung zu schaffen, der jungen Menschen die Möglichkeit gibt, ihre künstlerischen Talente ausleben zu können. Hiervon sollen nicht nur die Jugendlichen selber profitieren, in dem sie Gemeinschaft, Erfolgserlebnisse und Anerkennung erfahren. Das kreative Engagement soll auch in die Flüchtlingssiedlung hineinwirken und anderen hier lebenden Menschen etwas Freude in ihrem harten Lebensalltag geben.
Ausblick
Die Ausstattung des Kulturzentrums mit Musikinstrumenten, technischem Equipment, Schalldämmungen und Stühlen ist der erste Schritt in der Kooperation zwischen DESWOS und „PhotoFilmforChange“. Beide Projektpartner haben jedoch die Absicht, die Zusammenarbeit in Zukunft fortzusetzen. Ein möglicher nächster Schritt könnte der Bau eines Veranstaltungssaals sein, der Raum für Musikkonzerte, Tanzevents oder auch Theaterstücke bieten würde.