Ausbau und Förderung Kita-Eagles, Südafrika

Besserer Start ins Leben für Kita-Kinder in der Gemeinde „Extension 6“ im Township Mfuleni, Kapstadt

Im südafrikanischen Township Mfuleni mit 35.000 Einwohnern erfahren etwa 80 Prozent der Kinder keine adäquate frühkindliche Förderung oder grundlegende Vorschulbildung. Seit vielen Jahren setzen wir uns mit der Partnerorganisation Matchbox für die Verbesserung der Lebensqualität und Chancen von Kleinkindern in den Townships ein. Das Team von Matchbox modernisiert und baut Kindertagesstätten aus, bietet Kompetenztraining an und befähigt Betreuer:innen, Eltern und Gemeinden, die Kinder in ihrer Entwicklung zu unterstützen. 

 

Für die Kitas „Eagles“ und „Ithandile“ in der Gemeinde „Extension 6“ benötigt die DESWOS einen Spendenanteil in Höhe von 30.000 Euro*unter anderem für:

Umbau von recycelten Schiffscontainern in lokalen Werkstätten


  • zur Erweiterung der Kita „Eagles“ um zwei Spiel- und Betreuungsräume 

  • und zum Einsatz eines Küchen-Containers für die Kita „Ithandile“

Wartung und Reparatur bestehender Kitaräume


Durchführung von Lernprogrammen


Workshops für für pädagogische Kräfte 

Betreuung der Eltern 


*Die DESWOS trägt 30.000 Euro zu den Gesamtkosten (140.000 Euro) bei. Die übrigen Kosten trägt der Förderpartner Matchbox e.V.

Bitte unterstützen Sie die Kleinkinder in der Gemeinde „Extension 6“ mit Ihrer Spende. Sie fördern damit erheblich die Entwicklung der Kinder und ermöglichen ihnen einen besseren Start ins Leben! Herzlichen Dank.

Weitere Informationen:

Das Township Mfuleni, etwa 25 Kilometer entfernt von Kapstadts Zentrum, ist eines der vielen Armutsviertel in den sandigen „Cape Flats“. Mehr als 35.000 Menschen leben hier mit den einfachsten Mitteln auf engstem Raum zusammen. Den meisten Kindern fehlt es an frühkindlicher Förderung. Ihre Gesundheit leidet unter den unzureichenden hygienischen Zuständen. Da Mütter und Väter arbeiten gehen müssen, werden die Kinder meist von Nachbarinnen betreut, denn es gibt keine formellen Kitas.   

 

Recycelte Seecontainer 

Den wenigen informellen Kitas fehlt es an sicheren Spiel- und Lernräumen, an Kücheneinrichtungen und Toiletten mit Waschmöglichkeiten. Unsere gemeinnützige Partnerorganisation in Kapstadt, Matchbox, setzt bereits seit 2011 auf ein flexibles Raumsystem durch den Umbau von recycelten Schiffscontainern. Die Container sind robust und 

feuerfest, lassen Tageslicht und Frischluft herein und erlauben den Ausblick auf Spielflächen.

 

Qualifizierung der Betreuer:innen 

Parallel zur räumlichen Aufwertung leistet das qualifizierte Matchbox-Team Gesundheitsvorsorge sowie pädagogische Förderung und begleitet traumatisierte oder entwicklungsgestörte Kinder auf dem Weg der Heilung. Die Betreuer:innen der Kitas nehmen an Bildungskursen teil und erwerben Kenntnisse in frühkindlicher Entwicklung, in Selbstverwaltung und Finanzmanagement. Diese neuen Fähigkeiten verhelfen zu mehr finanzieller Unabhängigkeit und stärken das Selbstbewusstsein, was sich unmittelbar positiv auf die Kinder auswirkt. Sie werden zu kompetenten Erzieher:innen ausgebildet und können den Kindern auf ihrem Weg in eine bessere Zukunft eine Stütze sein.


DESWOS-Botschafterin Katie Gallus über Matchbox Südafrika

Die ehrenamtliche Botschafterin der DESWOS, Katie Gallus, war Anfang 2022 privat in Südafrika. Sie besuchte gemeinsam mit Matchbox einige Kitas im Township Mfuleni und berichtete: 

Bei Matchbox dürfen die Kinder Kind sein und sich mit Gleichaltrigen weiterentwickeln. Jede Kita ist mit Spiel- und Lehrmaterial ausgestattet. Es wird gemalt und gebastelt. Und es gibt learning classes, Förderunterricht, natürlich für jede Altersgruppe. Gesprochen wird in Xhosa und auf Englisch. Das ist wichtig, weil die Kinder später nur zur Schule gehen können, wenn sie Englischkenntnisse haben. Matchbox setzt damit also einen Baustein für die Zukunft.

Matchbox hat es geschafft, mit ganz einfachen Mitteln in einer sehr schwierigen sozialen Umgebung eine Infrastruktur aufzubauen, die für viele Kinder zu einem Zuhause werden kann. Machtbox war das erste DESWOS-Projekt, das ich persönlich kennenlernen konnte. Für mich ist ganz klar: Wir müssen Projekte wie Matchbox unbedingt weiterführen, weil Bildung ein wichtiger Baustein ist, die Armut zu bekämpfen.