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Überschwemmungen im Nordwesten Pakistans


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Unterstützer der DESWOS,

die schweren Überschwemmungen im Nordwesten Pakistans sind Anlass zu Hilfsbereitschaft und Anrufen bei der DESWOS mit sowohl von Sorge wie auch Solidarität getragener Erkundigung nach unseren Aktivitäten im Katastrophengebiet.

Das Ausmaß der Flutschäden übersteigt alles bisher in der Region erlebte, zwei Millionen Häuser sind zerstört, 1.800 Tote und fast 20 Millionen von den Fluten betroffenen Menschen, die teils noch auf der Flucht sind oder aber unter drohenden Seuchengefahren in Flüchtlingscamps ausharren, sind nur eine erste Schätzung der pakistanischen Behörden.

Die DESWOS hat zurzeit direkt im Katastrophengebiet keine Partnerorganisation. Wenn Sie den Menschen dort helfen wollen, leiten wir Ihre Spende auf unser Konto unter dem Stichwort „Flut Pakistan“ gerne an unsere kooperierenden Partnerorganisationen im Bündnis Entwicklung Hilft oder die Aktion Deutschland Hilft weiter.

Die DESWOS wird sich gleichzeitig mit einer pakistanischen Partnerorganisation in der Stadt Faisalabad in der Nachbarprovinz des Katastrophengebietes verständigen, ob von dort sinnvolle Hilfsmaßnahmen (z. B. Verteilung von Nahrungsmitteln, Küchenutensilien und Kochern) eingeleitet werden können. Nach Stand der Dinge ist das Gebiet schwer oder nicht mehr zugänglich. Wir werden deshalb Mittel nur freigeben, wenn sichergestellt ist, dass die Hilfe die betroffenen Menschen – für die akute Nothilfe oder auch die Rehabilitation - erreicht.

Wir bitten alle unsere hilfsbereiten Unterstützer dafür um Verständnis. Vielen Dank!

Mit freundlichem Gruß
Georg Potschka

Spendenstichwort: Flut Pakistan
Kontoinhaber: DESWOS
Konto: 660 22 21
BLZ: 370 501 98
Sparkasse KölnBonn

Unser aktuelles Projekt für Sie

Indien | Emanzipatorischer Schulunterricht für Dalit-Kinder in Devadanapatti, Tamil Nadu


Diese Kinder sollen zukünftig ohne Ängste und ohne Benachteiligung zur Schule gehen dürfen.
Foto: SAWED
„Die staatliche Schule quält unsere Kinder, die wenigen Schüler, die den weiten Weg zur Schule auf sich nehmen, werden von ihren Mitschülern diskriminiert und von den Lehrern schikaniert“, beklagt Herr M.S. Abdaheer, der Direktor vom SAWED TRUST. „Dies geschieht allein, weil sie Adivasi oder Dalits sind, Ureinwohner oder so genannte Unberührbare.“ Für die DESWOS und ihre indische Partnerorganisation SAWED TRUST ist klar: Diskriminierung lässt sich nicht allein per Gesetz abschaffen. Aber Bewusstsein lässt sich verändern, in dem wir die Kinder schon bei ihrer Einschulung stärken – durch eine eigene Schule mit sensiblen Lehrern, die die Kinder für die staatliche Schule ertüchtigen. Gemeinsam fördern die DESWOS und SAWED TRUST den Bau eines Schulgebäudes für etwa 400 Adivasi- und Dalit-Grundschulkinder.

Die Adivasi sind die Nachfahren der Ureinwohner Indiens, die sich meist in kleine Siedlungen in unzugänglichen Bergregionen zurückgezogen haben. Sie gelten als randständig, trotz eigener Sprache und lange überlieferter Kultur und gesellschaftlicher Organisation. Auch die Dalits sind in ländlichen Regionen in besondere Siedlungen verdrängt. Als „Unberührbare“ können sie nicht in den Hauptdörfern siedeln. So bleibt den beiden Gruppen der Zugang zu staatlichen Einrichtungen, wie auch der Schule, mit allerlei Tricks verwehrt.  

In den Wäldern der Panimalai- und Sirumalai-Berge in Tamil Nadu leben die Dalits und Tribals mit ihren Familien in sehr entlegenen Dörfern, geradezu versteckt in den weitläufigen Waldgebieten. Den Behörden sind die Menschen so gleichgültig, dass sie ihnen jede Infrastruktur versagen. Es gibt keine Straßen und befestigte Dorfwege, weder Zugang zu sauberem Wasser noch Strom. Es gibt hier keine staatliche Versorgungsläden mit den subventionierten Preisen und in den kleinen Dörfern erst recht keine Schulen. Die Familien sind im Zwiespalt: sie leben in so verarmten Verhältnissen, dass sie ihre Kinder lieber bei der Hausarbeit oder auf dem Feld sehen, als in einer staatlichen Schule, die ihren Kindern sozialen Stress bereitet. Die neue Grundschule wird deshalb das Bildungsvorhaben gemeinsam mit den Eltern angehen.

Wie sieht die Förderung aus?

  •  Die DESWOS baut mit SAWED ein Schulgebäude von 790 m² mit sechs Klassenräumen und vier kleineren Räumen für Schulleiter, Lehrer und Lernmaterial. Der Schulbesuch ist frei, die Uniformen werden gestellt.

  • Der Unterricht erfolgt durch Lehrer, denen die Benachteiligung der Adivasi und Dalits sehr bewusst ist und die deshalb die Kinder kompensatorisch fördern und selbstbewusster machen.

  • Der Unterricht wird zuerst in lokalen Sprachen gehalten, danach erst in der Amtssprache Tamilisch. Mädchen werden dabei besonders gefördert.

Verschaffen Sie den Adivasi- und Dalit-Kindern Zugang zu einer emanzipatorischen Schulbildung und damit zu mehr Selbstbewusstsein und Gleichberechtigung. Bitte spenden Sie für den Bau der Grundschule Devadanapatti! Herzlichen Dank.

Spendenstichwort: WS 388 Grundschule für Devadanapatti, Indien

Kontoinhaber: Deswos

Konto: 660 22 21

BLZ: 370 501 98

Sparkasse KölnBonn

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