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Pressemeldung vom 29.01.2015

Gerhard Müller ist neuer Generalsekretär der DESWOS

Der Verwaltungsrat der DESWOS wählt langjähriges Vorstandsmitglied zum ehrenamtlichen Generalsekretär


Gerhard Müller - Generalsekretär der DESWOS
Foto: DESWOS
Gerhard Müller (58), Geschäftsführer der GSW Gemeinnütziges Siedlungswerk Speyer GmbH, wurde im Januar 2015 in das Ehrenamt des Generalsekretärs der DESWOS gewählt. Er tritt damit die Nachfolge von Georg Potschka an, der am 27. November 2014 verstarb. Der Generalsekretär ist Vorstandsvorsitzender der DESWOS und leitet die Organisation mit mehr als 850 Mitgliedern und 6 Mitarbeitern in Köln.

Gerhard Müller wirkt seit vielen Jahren ehrenamtlich für die Ziele der wohnungswirtschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit. Im Oktober 2002 wurde er in den Vorstand der DESWOS gewählt. Als Schwerpunkt seiner Tätigkeit im Vorstand war er für das Finanzwesen verantwortlich. „In den zwölf Jahren meiner Mitarbeit im Vorstand habe ich einen intensiven Einblick in die Arbeit der DESWOS bekommen“ erklärt Gerhard Müller. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir auch in Zukunft sehr gut zusammen arbeiten werden und die DESWOS weiterhin ein verlässlicher Partner für Menschen in Entwicklungsländern sein wird.“

In seiner jüngsten Initiative hatte Gerhard Müller im Rahmen einer Länderpartnerschaft mit dem Verein Partnerschaft Rheinland-Pfalz/Ruanda e.V. den Bau eines Mädchenwohnheims in Rusumo, Ruanda, auf den Weg gebracht. Daraus entwickelte sich eine Förderpartnerschaft mit dem Verband der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft e.V., seinen Mitgliedern und Geschäftspartnern, die gemeinsam das DESWOS-Projekt finanzieren.

Die Kolleginnen und Kollegen vom Vorstand und Verwaltungsrat sowie die Geschäftsstelle der DESWOS wünschen Gerhard Müller viel Erfolg und freuen sich auf die gemeinsame Arbeit!

Unser aktuelles Projekt für Sie

Tansania | Wohnungsbau mit Handwerkerfamilien in Arusha


Handwerker aus Arusha beim Bau von Häusern für allein erziehende Mütter und ihre Kinder
Foto: DESWOS

Das Sprichwort „Handwerk hat goldenen Boden“ sagt laut Duden, „ein Handwerksberuf biete(t) die Gewähr für ein gesichertes Auskommen“. Für Handwerker in Tansania gilt dies nur sehr eingeschränkt. Bauhandwerker errichten beispielsweise für andere Leute kleine Anbauten oder neue Häuser, aber sie selbst leben beengt in schlechten Unterkünften mit mangelhaften Sanitäranlagen. Deshalb unterstützt die DESWOS in Arusha, Tansania, die Selbsthilfebemühungen von Handwerkern unterer Einkommensgruppen beim Hausbau.

Maurer, Schreiner, Schlosser und Automechaniker in der tansanischen Großstadt Arusha haben ihren Beruf meist erlernt durch Mitarbeiten, ohne je eine wirklich qualifizierte Ausbildung zu durchlaufen. Unverschuldet lückenhaft ist so ihr Wissensstand. Entsprechend gering ist ihre Bezahlung. Sie sind selbständig aber abhängig von wechselhaften Auftragslagen. Kredite für den Wohnungsbau, die ohnehin in Tansania im unteren Einkommenssegment kaum zu erhalten sind, bleiben ihnen damit erst recht verwehrt. Bauland können sich die Handwerker in der ständig wachsenden Großstadt schon gar nicht leisten. Also ist ihre eigene Wohnsituation abhängig vom qualitativ schlechten städtischen Mietwohnungsmarkt. Sie leben teuer und jederzeit kündbar mit ihren Familien in gemieteten Einraumwohnungen, eng, dunkel, schlecht belüftet, meist ohne ausreichende sanitäre Versorgung.

Die DESWOS arbeitet seit langem zusammen mit der Nördlich Zentralen Diözese der Evangelisch Lutherischen Kirche in Tansania ELCT NCD. Aktuell unterstützt die DESWOS mit diesem tansanischen Partner 30 Handwerkerfamilien beim Bau einer gemeinschaftlichen Siedlung mit 30 Reihenhäusern.

Etwa ein Drittel der Kosten, Arbeit und Baumaterial, werden durch Eigenleistung und Kredit von den Handwerkerfamilien erbracht. So zahlen sie in einen Fonds für weitere Häuser. Eigenleistung wird als gemeinschaftliche Arbeit im Sinne von Nachbarschaftshilfe organisiert. Jeder Handwerker bringt sein Wissen ein, lernt Neues von anderen Gewerken und wird fortgebildet, um sich besser zu qualifizieren und ein höheres Einkommen zu erzielen.

Konkret plant die DESWOS:                                                     

  • ­den Bau 30 zweigeschossiger Häuser à 57 m2  inkl. Küche & Bad, reine Baukosten je 3.364,- Euro*
  • ­Regenwassertanks pro Reihenhaus inkl. Regenrinnen und Verrohrung,
    je 323,- Euro*
  • ­15 Warmwasserbereiter und 15 Gewächshäuser, je  200,- Euro*
  • ­Weiterbildung der Handwerker in 16 Kursen der Bautechnologie,
    je 47,- Euro*
  • ­Auswahlprozess, Transport, Hausbesuche, Auswertung, Planungsteilhabe, je Handwerker 45,- Euro*

* Der Anteil der DESWOS beträgt 25 Prozent; 75 Prozent werden vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung BMZ kofinanziert.

Die Aussicht auf eine menschenwürdige Unterkunft, die nach erfolgter Rückzahlung des Kredits in das Eigentum der Handwerkerfamilie übergeht, ist ein großer Schritt aus der Armut und wird über die Einrichtung des geplanten Rückzahlungsfonds noch weiteren Familien zugutekommen.

Bitte unterstützen Sie die Familien dabei mit Ihrer Spende. Vielen Dank für Ihre Hilfe zur Selbsthilfe!

Spendenstichwort: Häuser für Handwerker WS 458

Kontoinhaber: Deswos

Konto: 660 22 21

BLZ: 370 501 98

Sparkasse KölnBonn

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