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Nicaragua | Ausbau eines Bildungszentrums "La Cuculmeca"


Für die Menschen im Regierungsbezirk Jinotega in Nicaragua ist das Bildungszentrum "La Cuculmeca" ihre Volkshochschule, ein Ort für Bildung, Stärkung der Selbstbestimmung und Bemühungen, die Armut zu überwinden. Dazu gehört auch, die Abhängigkeit von dem in dieser Region alles beherrschenden Kaffeeanbau zu verringern.  Denn der Bezirk Jinotega mit 350.000 Menschen produziert ein Drittel des gesamten nicaraguanischen Kaffees. Die internationalen Preisschwankungen für Kaffee, vor allem Preisverfall, wirken sich hier immer direkt negativ aus und die sozialen Probleme der Region verschärfen sich.

Fast die Hälfte der Bevölkerung Nicaraguas lebt von weniger als einem Dollar täglich pro Person. In den ländlichen Gebieten sind es noch mehr. So auch im Bezirk Jinotega. In den Dörfern überleben die verarmten Familien durch den Anbau von Mais und Bohnen für den Eigenbedarf. Ihre Felder sind jedoch nur kleine Restflächen und die Böden sind oft nicht ergiebig genug. Obendrein fehlt es an Wasser. Die gesundheitliche Versorgung und öffentliche Bildungsmöglichkeiten sind unzureichend.

Die Mitglieder des gemeinnützigen lokalen Vereins "La Cuculmeca" sahen bereits Ende der 90er Jahre die Notwendigkeit, die Arbeit zur Armutsbekämpfung zu verstärken. Es fehlte ein fester Ort für die Bildungsarbeit und Qualifizierung der überwiegend bäuerlich geprägten Gemeinden, eine Art Volkshochschule. Denn Bildung ist Voraussetzung für die Bekämpfung der Armut.

Mehrere Jahre Vorbereitung ermöglichte 2004 den Beginn der Bauarbeiten für das Bildungszentrum. Die DESWOS war mit den Partnerschaftsvereinen aus Solingen, Ulm und den Niederlanden schon in dieser Phase an der Förderung von „La Cuculmeca" beteiligt.

Das Bildungszentrum wuchs langsam. Bisher entstand ein kleiner Verwaltungstrakt, ein Auditorium für 120 Teilnehmer, eine Küche mit Speisesaal und Schlafunterkünfte für insgesamt 32 Personen. Das Seminargebäude mit den notwendigen acht Veranstaltungsräumen, um die zentral durchgeführten Kurse, Fortbildungsveranstaltungen und Treffen des vielfältigen Programms zu beherbergen, fehlt bislang. Die Bildungskurse zur Alphabetisierung, die Seminare zur Umwelt- und Agrarökologie und die Treffen im Bereich Bürgerbeteiligung werden behelfsmäßig abgehalten. Natürlich leidet die inhaltliche Arbeit unter den unzureichenden Arbeitsbedingungen.

Deshalb sind die folgenden Maßnahmen geplant:

  • der Neubau des Seminargebäudes (8 Veranstaltungsräume plus Nebenraum) für die Durchführung der Programme,
  • die Erstellung des dazugehörigen Freigeländes mit einem Vorplatz für Veranstaltungen,
  • und die Ausstattung mit einem Stromgenerator für permanente Stromversorgung.

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