Nicaragua | Überleben in den "Cordilleras Dariense"
Sitio Histórico
Die wirtschaftliche Armut in den Dörfern der bergigen Region um Sitio Histórico in Nicaragua ist äußerst groß. Arbeit gibt es nur für Tagelöhner in den Haushalten und auf den Feldern der wenigen großen Haziendas. Die Menschen hausen in überfüllten Hütten aus Holz, Lehm, Blech oder Stroh und Kunststoffplanen auf dem rohen Boden. Unsichere Feuerstellen, keim- und parasitenverseuchte Wasserhaltung sowie mangelhafte und fehlende sanitäre Einrichtungen sind vor allem für Kinder und Alte extrem gesundheitsschädigend. Das Zusammenleben mit Hühnern und Schweinen in den Hütten erschwert zusätzlich die Hygiene. Der landwirtschaftliche Anbau reicht kaum zur Eigenversorgung, die hier Vorraussetzung zum Überleben ist. Durch die fortschreitende Entwaldung und steigende Bedrohung durch Erdrutsche ist die Agrar- und Forstnutzung stark gefährdet. Nur noch begrenzt intakte Lebensräume müssen erhalten und die zum Überleben notwendige Umwelt geschützt werden, gemeinsam bessere Lebensbedingungen geschaffen und wirtschaftliche Existenzen gesichert werden - so die gemeinsamen Ziele der Familien, der DESWOS und ihrer Partnerorganisation Sofonic.
Konkrete Maßnahmen:
- 80 stabile Häuser mit viel Selbsthilfe unter fachkundiger Anleitung bauen
- saubere Toiletten erstellen
- feste, holzsparende Kochstellen in den Küchen mit Rauchabzug installieren
- gefiltertes Trinkwasser in Frischwasserkrügen lagern
- Grauwasser über Kiesbett entsorgen
- begleitende Aufklärungskurse (Gesundheit, Ernährung, Umwelthygiene) durchführen
- Baumschulen zur Wiederaufforstung anlegen
- die Bauern forst- und agrarwirtschaftlich beraten
- einen effektiven vertikalen Ziegelbrennofen erbauen
- Genossenschaft der Ziegelbrenner gründen und so Arbeitsplätze sichern
- einen kleinen Rückzahlungsfonds für weiteren Hausbau einrichten
Bitte unterstützen auch Sie die Arbeit der DESWOS - Sie leisten damit Hilfe zur Selbsthilfe!
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