Indien | Wanderarbeit und Abwanderung aus Jalihal
Leere Taschen - leere Dörfer
Steinige Böden und Wassermangel machen den Landkreis Jath in Maharashtra zu einer der ärmsten Regionen Indiens. Die Armut zwingt den Großteil der Familien aus dem Dorf Jalihal, die Hälfte des Jahres als Wanderarbeiter in den Zuckerrohrgebieten zu verbringen. Dort leben sie unter den erbärmlichsten Bedingungen in Hütten aus Stroh, ohne sanitäre Anlagen, ohne sauberes Trinkwasser und arbeiten bei extremer Hitze auf den Feldern. Da sie als dynamische Kräfte zu Hause fehlen, verfallen ihre Heimatdörfer immer mehr. Alte und Kinder bleiben oft monatelang unversorgt. Die DESWOS arbeitet mit ihrem langjährigen Partner Yerala Projects Society (YPS) zusammen, um die Dörfer durch folgende Maßnahmen neu zu beleben:
- Bau kleiner Wehre zur Wassersammlung
- Aufbau wassersparender Bewässerungsanlagen
- Anbau von Obst- und Zitrusbäumen
- Aufbau eines Agrarberatungszentrums und eines mobilen Beratungsdienstes
- Kreditvergabe für Gartenbau, Lebensmittelverarbeitung, Ziegenzucht und Handwerk
- einfache Hausbauten in Selbsthilfe
- Förderung der Frauen über Spar- und Kreditvereine
- Milchvieh- und Ziegenzucht sowie Futterpflanzenanbau
- Stärkung des Gemeinwesens
Ziel aller Maßnahmen ist, die schlechtbezahlte Wanderarbeit zu reduzieren, die Familien wieder zusammenzuführen und die Region zu beleben.
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