Indien | Bewässerungsanlage in Mulshi Taluka
Wasser – so nah und doch so fern
Die Bauern im Mulshi Taluka, einem Dürregebiet in Maharashtra, waren erleichtert. Endlich hat die Regierung auf die Dürre reagiert und kleine Staudämme zur Bewässerung gebaut. Dann sollte Schluss sein mit den unsicheren Ernteerträgen. Gleich darauf kam die bittere Enttäuschung, denn die Bauern mussten die Pumpen und Rohre zu ihren Feldern selbst bezahlen. Aber sie hatten kein Geld, denn sie gehören den Marathen an, einer verarmten Unterkaste, die von kärglicher Landwirtschaft lebt. Schon drohte der Aufkauf ihres Landes durch die reichen Bauern. Rettung für die vier Dörfer boten die DESWOS, eine Lockhorn Development Fund aus den Niederlanden und die Partnerorganisation Sadhana Village durch:
- Finanzierung der Rohrleitungen und Pumpen
- Gründung von vier Dorfgenossenschaften zum Aufbau einer Bewässerungslandwirtschaft
- Fortbildung zur Verbesserung und Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion
- Bau eines Dienstleistungszentrums für Fortbildung und Versammlungen
Heute können die Marathen ihre Felder bewässern und gesicherte Ernteerträge einfahren.
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