Indien | Frauenhaus Guntur
Frauen und ihre Kinder vor Gewalt schützen
Die Benachteiligung von Frauen ist in Indien geradezu sprichwörtlich. „Ein Mädchen großzuziehen, ist wie Pflanzen in Nachbars Garten gießen,“ heißt es im Volksmund. Die Heiratsgebräuche machen einheiratende Schwiegertöchter praktisch rechtlos. Körperliche Gewalt gegen Frauen gehört zu den gängigen Repressionen. Nachforderungen an Mitgift, Alkoholismus, Eifersucht, Kinderlosigkeit – alles kann Auslöser für psychische und physische Misshandlung sein. Mehr als anderswo sind Frauen in Indien männlicher Aggression schutzlos ausgeliefert. Die DESWOS in Zusammenarbeit mit der Indienhilfe Kelkheim und ihr indischer Projektpartner SPANDANA haben diesen Frauen eine Zuflucht geboten, durch den
- Bau eines Frauenhauses mit
- fünf Gemeinschaftsunterkünften,
- einem Kinderhort sowie durch
- Ausbildung zur Herstellung von Esswaren und
- Verkauf von Snacks und Mahlzeiten im Straßenverkauf
- Rechtshilfeberatung, Eheberatung und
- therapeutische Betreuung.
Viele der Frauen haben übergangsweise im Frauenhaus Zuflucht gefunden und gehen heute deutlich selbstbewusster und mit neuer Perspektive ihren eigenen Weg. In jüngster Zeit werden, da AIDS gesellschaftlich nahezu tabuisiert ist, zunehmend HIV-positive Frauen aufgenommen, die von ihren Familien oder Dorfgemeinschaften verstoßen wurden.
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