Kenia | Ehemalige Nomadenkinder lernen Lesen und Schreiben
Schwere Dürreperioden in den 80er Jahren rafften einen Großteil des Viehs der Turkana-Nomaden in Kenia dahin. Viele Stämme wurden notgedrungen sesshaft. Die Kommune Naipa mit ihren 150 Familien überlebt am Turkanasee fern von jeglicher Infrastruktur in fünf Dörfern nur unter schwierigsten Bedingungen durch Farmarbeit und Handel. Für die Kinder gab es keine Schulen. Mit Hilfe der „Architekten über Grenzen“ und der anglikanischen Kirche Kenias finanzierte die DESWOS den 450 schulpflichtigen Kindern eine Grundschule, die die Menschen unter Anleitung selbst errichteten. Sie besteht aus:
- vier Klassenzimmern
- einem Lehrerzimmer
- einem Schulleiterraum
- und einem Sanitärtrakt mit je 5 Außenlatrinen für Mädchen und Jungen.
Seit Anfang 2003 werden bereits bis zu 200 Kinder in den Räumen unterrichtet. Die Regierung bezahlt die Lehrer. Die Gemeinde nutzt die Räume darüber hinaus in vielfältiger Weise, so z.B. durch abendliche Hygieneerziehung oder die monatliche medizinische Grundversorgung.
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