Tansania | Bau von Mädchenunterkünften für Schule in Kiwere
Grundschule ja - aber was kommt danach?
Weiterführende Schulen sind in Tansania Mangelware. An Jugendliche mit 17 Jahren und älter, die zu Hause sind, weil sie keinen Ausbildungsplatz finden, ist man inzwischen gewöhnt. Aber schon 10 bis 11-jährige Kinder zu Hause zu haben, weil sie nach der Grundschule keinen Platz auf der Weiterführenden finden?
Die Menschen in sechs Dörfern, etwa 28 Kilometer entfernt von der Distrikthauptstadt Iringa, im Süden Tansanias, gaben sich damit nicht zufrieden. Aus eigener Kraft haben sie es geschafft, eine Schule zu bauen, die ihnen der Staat nicht stellen konnte. Aber für zahlreiche Schüler ist der tägliche Fußweg mit bis zu 10 Kilometern zu lang und zu gefährlich - besonders für Mädchen. Aus Angst um ihre Töchter verbieten ihnen die Eltern den Schulbesuch. Eine allzu verständliche Reaktion, aber mit fatalen Folgen. Denn damit wird den Mädchen, die traditionell ohnehin schon häufig benachteiligt sind, eine der wenigen Chancen auf Schulbildung, auf einen Beruf und so auf eine bessere Zukunft verwehrt.
Die Lösung liegt in Schülerunterkünften speziell für Mädchen. Gerade in ländlichen Regionen Tansanias ist das oft der einzige Weg, auch ihnen Bildung zu ermöglichen. Wochentags leben die Mädchen in der Schule. Die Wochenenden verbringen sie bei ihren Familien. Gemeinsam mit dem gemeinnützigen Verein „Brücke der Freundschaft" finanziert die DESWOS
- den Bau eines Schlaftraktes mit Schlafmöglichkeiten für 112 Mädchen,
- Toiletten, Wasch- und Duschgelegenheiten.
Die Kosten für einfache Mahlzeiten und Personal sowie für Lehrer der Schule übernehmen die Behörden. Und auch die zwar ungelernten, aber geschickten Dorfbewohner tragen mit ihrer Arbeitskraft sowie mit Steinen und Sand bei.
Bitte unterstützen auch Sie die Arbeit der DESWOS - Sie leisten damit Hilfe zur Selbsthilfe!
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