Kenia | Berufseinstieg für junge Mädchen in Homa BaySchneiderinnenausbildung und Textilverarbeitung |  |
 Ein Erfolgserlebnis für den Tag: Das erste selbstgenähte Kleidungsstück! Eine Perspektive für die Zukunft: Die handwerkliche Ausbildung! Foto: HOBEI
Eine passende Berufausbildung zu finden, insbesondere wenn man keinen Schulabschluss hat, ist schwer. Im afrikanischen Kenia ist es nahezu unmöglich. Besonders für Mädchen aus armen Familien, darunter auch AIDS-Waisen, die wegen Geldmangels zum frühzeitigen Schulabbruch gezwungen werden.
Die Jugendgruppe Homa Bay Equator Initiatives (HOBEI) verhilft arbeitslosen Schulabgängern zu einer Berufsausbildung. Natürlich mit dem Ziel, ihnen schnell einen Job zu verschaffen, der das Einkommen der Familie verbessert.
In der ersten Ausbildungsgruppe sind es Mädchen und Frauen zwischen 13 und 35 Jahren, für die die Jugendgruppe HOBEI Ausbildungskurse zur Schneiderin anbietet. Neben dem theoretischen Wissen liegt der Schwerpunkt der Ausbildung auf Zuschneide- und Nähpraxis. Besonders Kinderkleidung ist gefragt, wobei viele Änderungen und Ausbesserungen anfallen, denn die Kinderkleidung wird an die jüngeren Geschwister vererbt oder auch unter den Eltern getauscht.
Bisher haben sich 38 arbeitslose Mädchen und Frauen angemeldet. Die Jugendgruppe bietet den jungen Menschen nicht nur die Ausbildung. Sie fördert auch die sozialen Kompetenzen, die sich in der Dorfgemeinschaft positiv auswirken.
Wie sah diese Förderung aus? Mit Hilfe der DESWOS erhielt die die Homa Bay Equator Initiative:
- eine Werkstatt mit Büro (zur Miete)
- zwei Ausbilderinnen sowie einen Projektbeauftragten
- 15 Nähmaschinen, 2 Stickmaschinen und 2 Computer
Erst einmal müssen die praktischen Fertigkeiten vermittelt werden. Nach einem Jahr der Ausbildung sollen die Besten praktisch schon die nächste Generation von Auszubildenden übernehmen.
Man denkt aber auch an den Austausch mit anderen Projekten, an ein textiles Netzwerk und an Kenntnisse, um sich selbständig zu machen. Langfristig will die Partnerorganisation eine Genossenschaft gründen und ein eigenes Ausbildungszentrum aufzubauen.
Bitte unterstützen auch Sie die Arbeit der DESWOS - Sie leisten damit Hilfe zur Selbsthilfe!
|