Südafrika | Häuser jetzt!
Masiphumelele – Selbsthilfeprojekt
 Rechts: Blechhütten mit nur einem Raum für 6-8 Menschen. Links: Gemeinschaftstoiletten für Hunderte Familien. Foto: Jürgen Jansen
"Nie wieder Angst haben, dass unsere Hütten abbrennen. Nie wieder 40 Toiletten für 1.200 Menschen", beteuert Winni Tsotso, eine Bewohnerin aus dem Slumviertel Masiphumelele bei Kapstadt in Südafrika. Schon wieder sind Elendshütten abgebrannt, diesmal waren es 400. Das war im Oktober 2006. Seitdem ist viel passiert: Bewohner haben eine eigene Wohnungsgenossenschaft mit dem Namen Amakhaya ngoku „Häuser jetzt“ gegründet. Sie wollen endlich sichere Wohnungen. In Masiphumelele leben zwischen 30.000 und 40.000 Menschen in Hütten aus Wellblech, Holz und Plastik, ohne eigene Toiletten, ohne fließendes Wasser. Dort, wo die schlimmsten Zustände herrschen und die Hütten eng aneinander stehen, brannten die Hütten schon mehrfach ab.
Damit ist jetzt Schluss: Die 352 Mitglieder von Amakhaya ngoku wollen eine Siedlung mit menschenwürdigen Wohnungen, Waschgelegenheiten und Toiletten bauen, ein Gemeindehaus mit Kindergarten und Spielplatz. Sie wollen Ausbildungsplätze für Jugendliche und Jobs für Arbeitslose schaffen. Breite Zufahrtstraßen für Krankenwagen und die Feuerwehr muss es geben, damit in einem Notfall Menschen rechtzeitig gerettet und Sachschäden begrenzt werden können. An der Finanzierung beteiligen sich die südafrikanische Regierung und Kooperationspartner aus England, Holland, Australien und Deutschland.
Wir von der DESWOS finanzieren den Bau von 81 Wohnungen.
Dafür benötigen wir Spenden von 1.700,- € pro Wohnung.
Auch Erzbischof Desmond M. Tutu, Friedensnobelpreisträger 1984 und Fürsprecher der Armen unterstützt die Slumbewohner von Masiphumelele.
"Ich bitte Sie inständig, das Amakhaya ngoku – das Hausbauprojekt zu unterstützen, das auch andere Kommunen oder auch Gemeinden inspirieren könnte!“"
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